Geschichte und Bildergalerie altes Chörchen Rurkempen

 

Die Geschichte des „Altes Chörchen“
ca. 1134 erste Kapelle in Kempen, wahrscheinlich aus Holz, mit einem Altar zu Ehren „Unserer Lieben Frau“
1254 Eingliederung der Kapelle in das Gangolfus-Stift zu Heinsberg. Vermutlich nach der Errichtung einer Kapelle aus Steinen, die später durch das Mittelschiff und das südliche Seitenschiff erweitert wurde.
ca. 1450 Bau des Gotischen Chores mit Hauptaltar „Unser Liever Vrauwen“, gleichzeitig Errichtung eines Turmes
1457 Stiftung eines Katharinenaltares Johannes (Nachname unbekannt, Seelsorger in Kempen)
1559 Stiftung eines Nikolausaltares, verbunden mit einer Änderung des Pfarrpatroniziums
1588 Einäscherung des Dorfes und der Kirche durch Truppen aus dem Limburgischen Holland. Wiederaufbau der Kirche als dreischiffiger Backsteinbau, vom alten Friedhof umgeben (Länge der Kirche: 17m; ihre Breite: 12 m; Turmhöhe: etwa 25 m) 
1606 Pfarrerrhebung, nach dem Wiederaufbau der Kirche.
1635 Anbau einer Sakristei
1900 10.Juni Grundsteinlegung zum Neubau der heutigen Kirche
1903 Abbruch der baufälligen Kirche bis auf das Gotische Chorteil, dessen offene Seite zugemauert wurde. Weiterer Verfall des „Alten Chörchens“ 
1920 Einsturz des Gewölbes des „Alten Chörchens“
1929/30 Restaurierung des „Alten Chörchens“ und Einrichtung einer Kriegergedächtnisstätte
1943 Herrichtung der Außenanlagen 
1945 Zerstörung durch Kriegseinwirkung
1957 Wiederaufbau aus Anlaß des Heimat- und Dekanats- Schützenfestes
1964 Aufstellung von Gedenktafeln für die Opfer des Zweiten Weltkrieges
1975/76 Öffnung des Triumphbogens, Einbau eines neuen Fußbodens. Wiederherstellung des Grabgewölbes
2007 Renovierung „Altes Chörchen“ durch Spenden anlässlich des Priesterjubiläums Marian Jahnke und der Schützenbruderschaft

2013

Unter Leitung des Ortsverschönerungsvereins und tatkräftiger Unterstützung seiner Mitglieder, sowie finanzieller Beteiligung der Kirche und vieler Ortvereine wurden im Herbst die Stufen zum Chörchen erneuert. Der gesamte Platz bekam einen neuen Belag, die Fundamente der alten Kirche wurden renoviert.
 
 
 
 
 
 
 
 

Besonderheiten
- Kreuz mit Corpus aus dem Jahr 1791
- Gotisches Sakramentsschränkchen in der linken Chorwand
- Stützkonsolen für Gewölberippen mit Figuren, Teufelelsdarstellung die schon teils verwittert ist
- Gotisches Masswerk in den Fensternischen
- Weiwasserbecken aus der alten Kirche
- Büste von Pastor Konrad Jakobs Geboren, 1874 in Kempen-Theberath, Primiz 1900 in dieser Kirche, Gestorben 1931 in Mühlheim-Ruhr

Bildersammlung

     

 

Fotos:  Peter Derichs, Hans Stamm, Gerd Windeln, Jürgen Feldt