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Allgemeine Informationen Pädagogische Arbeit

Pädagogische Arbeit an der Grundschule Kempen Kempen: 
Ganzheitliche Förderung in einem guten Lernklima in einem kleinen, übersichtlichen System
    
Die Grundschule Kempen sieht sich als kleine Schule besonders geeignet für sehr zurückhaltende Kinder, die zur Entwicklung ihrer kognitiven, sprachlichen, musisch-kreativen und sozial-emotionalen Fähigkeiten und Kompetenzen ein Grundgefühl der Geborgenheit und Sicherheit in einem überschaubaren Rahmen brauchen.
Die Gesamtschülerzahl von ca. 80 Schülern ermöglicht es dem Lehrerkollegium,
jedes einzelne Kind mit Namen zu kennen, es in seiner Individualität wahrzunehmen und zu fördern.
Lernen findet wesentlich über Beziehungen statt.
Toleranz gegenüber den unterschiedlichen Fähigkeiten, Neigungen, Schwächen und Grenzen des Einzelnen wird in unserem Lehrerkollegium gelebt.
Dieser „gute Geist“, geprägt von Akzeptanz, Kooperation und harmonischem Miteinander geht auch auf unsere Schülerinnen und Schüler über. 
So fördert ein positiv gestaltetes Lernumfeld selbstbewusstes Handeln und Mitverantwortung für die eigene Lernentwicklung.
   
Die Erfahrungen der unterrichtlichen Arbeit in der Schuleingangsphase haben gezeigt, dass Kinder mit großem Engagement an einer Sache arbeiten, wenn das Thema in Form eines Mittebildes ständig präsent ist.
Es wird beispielsweise so vorgegangen, dass als Einstieg zu einem Themenbereich ein Bilderbuch oder eine Geschichte ausgesucht wird, deren „Schauplatz“ man beim Vorlesen der Geschichte mit den Kindern gemeinsam gestaltet.
Einfühlungsübungen lassen die Kinder innere Bilder wahrnehmen. 
In einer Situation, die Geborgenheit und Sicherheit vermittelt, können sie ihre Gedanken frei äußern – denn hier kann es nicht „richtig oder falsch“ geben. 
Auch eher zurückhaltende Kinder trauen sich mit der Zeit immer mehr, zu sprechen.
Im Folgenden bringen die Kinder sich selbst mit ein, indem sie noch zusätzlich Dinge zur Geschichte oder Informationsmaterial zum Sachthema von zu Hause mitbringen.
So können die Schüler in die Unterrichtsgestaltung mit einbezogen werden und es wird zusätzliche Motivation zur Beschäftigung mit einem Thema geschaffen, indem immer wieder Kinder mit ihren „Spezialgebieten“ aus ihrem eigenen Wissensfundus und von eigenen Experimenten berichten können.
Mündliches Sprachhandeln wird so beim täglichen Versammeln um die Klassenmitte kontinuierlich herausgefordert und gefördert. Oft ist es so, dass die Lehrperson bei diesen Gesprächen in den Hintergrund tritt.
Kinder bereiten ihren Beitrag so vor, dass sie die Gesprächsführung selbst übernehmen können und bei Fragen zu ihrem Spezialgebiet als Experten in den Vordergrund treten. Dabei ist das Thema ständig im „Mittelpunkt“ und die Gefahr abzugleiten kaum gegeben.
   
Ein wichtiger Schwerpunkt unserer unterrichtlichen Arbeit ist die Konzentrations-förderung.
In der aktuellen Lernforschung wird immer wieder betont, dass Bewegung viele Lernbedingungen und – funktionen wie Aufmerksamkeit und Konzentration, Erinnerung, Wahrnehmungsfähigkeit, Motivation und emotionale Haltung, Informationsaufnahme und vieles andere positiv beeinflusst.
   
Mit Hilfe unterschiedlicher Körpererfahrungen, unterstützt durch den Einsatz von Geräten wie beispielsweise Varussel, Balancebrettern, Kletterwand, Spielen zur Schulung der Hand-Auge-Koordination etc. wird die Aufnahmefähigkeit für Lerninhalte verbessert. 
Seit dem Schuljahr 2006/07 haben wir mit Unterstützung des Schulträgers und des Fördervereins einen großen Klassenraum zum Motorik- und Förderraum umgestaltet, in dem alle Klassen mindestens einmal wöchentlich ganzheitlich gefördert werden können. 
Auch der „Leseclub“ (freies Lesen) findet hier statt, denn die Kinder können auf dem großen Teppichboden eine positive Leseumgebung genießen. 
Außerdem ist die Schulbücherei auf der gleichen Etage und die internetfähigen PC für die Leseförderung in „Lepion“ sind gleich nebenan.
   
Im Juni 2010 wurde mit Genehmigung des Schulträgers direkt ins Mauerwerk des Schulgebäudes eine 8 m - breite Kletterwand montiert. Auch hier haben uns der Förderverein und die Kinder selbst mit einer Mal-Aktion wichtige finanzielle Unterstützung gegeben. 
Die Boulderwand kann die Entwicklung der Kinder in vielerlei Hinsicht fördern, beispielsweise in der Auge-Hand-Koordination, der Körperwahrnehmung und der sozial-emotionalen Entwicklung (Selbstvertrauen). 
   
Singen ist „unerlässlich für die musikalische, emotionale und soziale Entwicklung von Kindern“ (Schule NRW 3/10, S. 133). An unserer Schule wird singen und gemeinsam musizieren auch als ein zusätzlicher Schwerpunkt der sprachlichen Förderung gesehen.
Das „gemeinsame Singen“ mit allen Klassen bildet jeden Freitag den Wochen-abschluss.
   


    

    

Vermittlung von christlichen Grundsätzen und Wertvorstellungen in Zusammenarbeit mit der Pfarrgemeinde St. Nikolaus Kempen und den Ortsvereinen
   
Eltern, die ihre Kinder an unserer Schule anmelden, haben den ausdrücklichen Wunsch nach einer katholischen Erziehung, die sich nicht nur auf den Religionsunterricht beschränkt, sondern das gesamte Schulleben durchdringt.
Auch anders- oder nicht gläubige Eltern machen bei der Anmeldung deutlich, dass sie eine katholisch orientierte Erziehung ihrer Kinder wünschen.
Weil solche Eltern die katholischen Traditionen selbst nicht vermitteln wollen/ können, legen sie Wert darauf, dass ihre Kinder sie kennen lernen, um sich dann später ggf. für eine Glaubensrichtung entscheiden zu können. 
  
Alle Klassen beginnen den Schulmorgen mit dem individuell gestalteten und dem Alter der Kinder angepassten Morgengebet. Dabei wird auch die zu Beginn des Schuljahres von den Kindern verzierte Klassenkerze angezündet.
   
Im Religionsunterricht der einzelnen Jahrgänge steht der katholische Rahmen unserer Schule deutlich im Vordergrund, ist jedoch von großer Offenheit und Toleranz gegenüber anderen Haltungen geprägt.
   
In Übereinstimmung mit den Kompetenzerwartungen der aktuellen Richtlinien und Lehrpläne werden in den Klassen 1 und 2 schwerpunktmäßig Schöpfungsthemen und Jesusgeschichten bearbeitet. Auch das Leben und Wirken von Heiligen als beispielhafte Menschen in christlicher Tradition, z. B. Nikolaus, Martin, Elisabeth, Barbara und Luzia werden den Kindern besonders in der Schuleingangsphase auf der Grundlage einer sinnorientierten Pädagogik (RPP, Landshut) nahe gebracht. Das Morgengebet findet hier im Kreis um das jeweils im Mittebild gestaltete Religionsthema statt.
In den Klassen 3 und 4 werden schwerpunktmäßig alttestamentarische Themen, sowie die Sichtweise auf andere religiöse Gemeinschaften angesprochen. Immer wieder wird auch hier ein Bezug zur Lebenswirklichkeit der Kinder hergestellt.
Alle Klassen gestalten wochenweise den Marienaltar im Mai mit Blumenschmuck und Wortbeiträgen.
   
Die Wortgottesdienste für das erste und zweite Schuljahr finden in der Schule statt.
Viele Eltern und Großeltern kommen dann in die Schule und nehmen teil.
Die Eucharistiefeiern des dritten und vierten Schuljahres, an denen alle Kinder der Grundschule Kempen teilnehmen, sind in der Pfarrkirche Sankt Nikolaus.
Diakon Peter Derichs, der auch Beauftragter für die Behindertenseelsorge des Bistums Aachen ist, erarbeitet diese Gottesdienste im Unterricht mit den Kindern.
   
Das gemeinsame Singen freitags zum Wochenabschluss beginnt immer mit einer Besinnungszeit. 
Auch die zentralen Feste des Kirchenjahres werden hier thematisiert, sodass die im Religionsunterricht angesprochenen Aspekte nochmals in einer Zusammenfassung vertieft werden können. Oft tragen die Kinder aus der Flöten-AG passende Lieder dazu vor.
Diese Besinnung mit religiösen Inhalten ist uns ein wertvolles Ritual in Anbetracht der momentan eher selten stattfindenden Gottesdienste in der Pfarrkirche.
    
Die Verknüpfung des Schullebens mit dem Gemeinde- und Dorfleben ist ein wichtiger Schwerpunkt unserer schulischen Arbeit.
Immer wieder stellen Einwohner von Kempen ihre Häuser und Gärten als außerschulische Lernorte zur Verfügung und halten so den Kontakt zur Schule lebendig. 
Auch unser Koch Willi Kahlenberg wohnt in Kempen und bringt jeden Mittag um 13 Uhr warmes Mittagessen für die Kinder, die bis 16 Uhr betreut werden.
    
Mit vielen Vereinen werden regelmäßig gemeinsame Veranstaltungen durchgeführt, die unsere Schulgemeinschaft ein wenig aus dem schulischen Alltag herausholen.
In Zusammenarbeit mit der Feuerwehr wird der Martinszug organisiert. Außerdem werden regelmäßig Sicherheits-Übungen praktiziert.
Die Schützenbruderschaft holt uns jeweils am Kirmesmontag zu einem kurzen Umzug an der Schule ab.
Bei der Kindersitzung des Karnevalsvereins sind wir jedes Jahr mit unseren Beiträgen zu Gast. Der Gegenbesuch des Karnevalsvereins findet dann bei unserer Schulkarnevalsfeier statt.
Mit dem Pfarrbücherei Team arbeiten wir im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Buchausstellungen zusammen. In der Pfarrbücherei bereiten wir auch unsere Lesenacht vor.
Regelmäßig besuchen wir die von der Frauengemeinschaft organisierten Seniorenfeiern mit der Flöten-AG.
    
Im Aufbau befindet sich die Zusammenarbeit mit dem Dorfverschönerungsverein, mit dem wir gerne heimatkundliche Führungen durchführen würden.
Auch regelmäßige Trainingsprojekte mit dem Fußballverein (zuletzt durchgeführt in unserer Projektwoche zur Fußball-WM) sind in Planung.